Sicher, sicher, …nicht gerade unmodisch, über den Zustand der deutschen Sprache den kritischen Zeigefinger zu erheben. Darf man aber machen, wenn man Deutscher ist, sich nicht unbedingt immer nur am Beifahrer abreagieren will und Denkleistung als Medizin gegen Alzheimer schätzt.
Eigentlich ist es also ein reiner Selbstzweck, da ansonsten völlig müßig und unvermeidlich. In 200 Jahren weiß niemand mehr, dass man mal „zu diesem Behufe“ gesagt hat, dafür weiß man aber schon jetzt, was man mit „Deadlines“ machen muss und was man sich unter jemandem, der „emo“ oder „eso“ ist, vorzustellen hat. Ist doch toll: Es kommt immer wieder etwas Neues hinzu. Wenn das nicht so wäre, gäbe es heute kein Spanisch, denn im Süden Europas würde man noch immer Latein sprechen. Und schon immer hat man aus anderen Sprachen geklaut, wenn’s einfach besser passt. Man denke an Algebra, an Rhabarber, an Koloss und im Grunde an fast den ganzen Rest unserer schönen deutschen Sprache. Alles nur geklaut! Nichts von uns! Blamabel? Nein, normal. Sprache befindet sich im Wandel. Wörter verschwinden, neue kommen hinzu, Formen schleifen sich ab oder werden komplexer. Meine Großmutter hätte gesagt: So isses und so war’s, nach dem Rücken kommt der Ars(ch). Naja.
Aber wie gesagt, man muss auch mal erboßt sein dürfen, weil man sonst ein Magengeschwür bekommt, und daher will auch ich mich hier immer mal ordentlich aufregen und neueste Fundstück präsentieren. Das Buffet/ Büfett ist eröffnet!
