Archiv für Juni 2008

h1

Pimpernellen

Juni 28, 2008

Mein Zitat der Woche:

„Ich kriege hier grad ganz persönlich die Pimpernellen.“

Marlene P. aus H. an der E.

Im Moment ist die Stimmung bei uns im Büro etwas angespannt: Wir sind ein Software-Unternehmen, arbeiten aber allesamt auf einer DSL-Leitung für 30 EUR. Das Internet steht daher nicht selten auf wackligen Beinen und verursacht durch schwankende An- und Abwesenheit mitunter kleine Gereiztheiten. Daneben dürfte jeder nachempfinden können, wie es ist, wenn man mit vielversprechenden Programmen arbeitet, die aber im Grunde nicht mal den Status „Beta“ verdient haben.

Was hat das alles mit Pimpernellen zu tun?

Ich habe keine Ahnung. Das Wiesenkraut tritt offensichtlich in Erscheinung, wenn das Gemüt zu kochen beginnt. Wenn es als Mittel gegen de Pest bekannt geworden ist, macht es vielleicht Hoffnung, aus einer schwierigen Situation herauszukommen. Dann fragt man sich, wo man jetzt Pimpernellen herkriegt. Irgendwann hat das seinen Fragecharakter verloren und ist zur Aussage geworden.

Vielleicht liegt es auch an der Form der Pflanze. Wenn man vor Wut schäumt oder zittert, gerät man etwas außer Form. Sieht es dann so aus, als würden einem Pimpernellen wachsen?

Berauschend finde ich vor allem die Vielfalt, in der die Pimpernelle verwörtlicht werden kann:

Blutstillerin, Blutströpfchen, Braunelle, Drachenblut, Falsche Bibernelle, Herrgottsworte, Körbelskraut, Költeltskraut, Rote Bibernelle, Sperberkraut, Wiesenbibernelle, Wurmkraut, Becherblume, Kleine Bibernelle, Welsche Bibernelle, Gartenbibernelle, Kleines Blutkraut, Megenkraut, Nagelkraut, Pimpinelle, Pimpernelle

Die arme. Wenn ich so viele Spitznamen hätte, würde ich die Pimpernellen kriegen.

h1

Auch Daten haben Gefühle

Juni 28, 2008

Auweia, das ist ja peinlich: Meine letzte Mitteilung stammt noch aus der Antike. Es ist wohl an der Zeit, hier mal etwas Aufbauarbeit zu leisten. Da will ich Euch doch gleich mal an meinem neuesten Wissenszuwachs teilhaben lassen.

Ich bin vor 3 Wochen in meine neue Wohnung in Hamburg gezogen. Alles bisschen kleiner im Vergleich zu meiner alten Behausung im schönen Leipzig. Was tat also Not? Alte Sachen rauswerfen (nur bedingt gelungen) und platzsparenderen Stauraum etablieren (inzwischen durchgeführt). Hab ich mich also gleich auf die Suche nach Hamburger Möbelläden gemacht, denn eins war klar: IKEA fällt aus (ist es am Ende aber doch geworden), Flohmarkt ist leider zu selten und hat meistens nicht das, was man konkret sucht, Quelle, Otto & Co. fallen eigentlich auch aus. Wie ich so durchs World Wide Web schlenderte, stieß ich auf das Möbelhaus Hamburg. Wunderschöne Möbel, bisschen auf alt getrimmt, zu, naja, machbaren Preisen. Und das sollte MEIN Teil sein:

Juhu! Wie freute ich mich, dass ich auf der Website auch gleich einen Warenkorb fand. Zack, hinein damit und ab zur Kasse. Auf dem Weg zu meiner neuen Kommode, wurde mir auf jeden Fall eines klar: Auch mit Daten muss man liebevoll umgehen:

Das hab ich dann doch nicht gemacht.

Mhh, nee, erstmal nicht. Danke.