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Plural aus dem Hinterhalt

Januar 10, 2008

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Wer gleich von mehreren Dingen sprechen will, muss oft den Plural verwenden. Nichts leichter als das, könnte man da denken. Wie dünn das Eis hier wirklich ist, zeigte mir erst neulich wieder ein Schlagabtausch im Büro: Was, zum Geier, ist eigentlich der Plural von “Fokus”? (Manchmal braucht man den, in echt!)

Google macht’s natürlich möglich, einmal geklickt, und schon hat man wunderbare Forenbeiträge zum Thema. Aber nicht nur die Forenmitglieder, sondern auch meine Kollegen hatten gleich 1001 Idee, was des Rätsels Lösung sein könnte. Im Angebot: Foki (einer der Klassiker), Fokusse (schon wärmer), Föken (naja, wieder kälter), vielleicht aber doch Fokus (mit langem u) (schwank… zauder…). Im Forum fand ich nun noch Foküsse, Fokusen und Fokette.

Intuitiv hätten sich die Kollegen wohl für die Fokusse entschieden. Aber sie erinnerten sich an die Aufregung, die herrschte, als auf unserer Webseite Status (mit langem u) als Plural von Status (mit kurzem u) von mir verwendet worden war und da nun einige einen Fehler gefunden zu haben glaubten. Um für Ruhe zu sorgen, wandelte ich die leidigen Statuuuus in Statusbeschreibungen oder sowas um.

Der Duden verrät uns nun, dass es Fokus mit langem u wohl nicht gibt und dass man getrost Fokusse sagen darf. Der Bonus ist dann ganz verrückt; sollte man ihn in der Mehrzahl brauchen, kann man einfach alles machen, worauf man Lust hat, ihn Boni, Bonusses, Bonusse, Bohnen, Bühnen, Bienenstich, Blumenstrauß oder Binsenweisheit nennen.

Ein Kommentar

  1. Vielen Dank für den Beitrag über den Plural vob Fokus, auch in unserem Büro ging die diskussion gerade heiß her.



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